Prof. Dr. med. Gertrude M. Beer

Hautverpflanzungen (Hauttransplantation)

Gründe für eine Operation sind: Hautdefekte, Narbenplatten, Hauttumoren.

Das sollten Sie wissen

Narkose:
lokale Betäubung oder Dämmerschlaf
Dauer der Operation: 
1–2 Stunden
Aufenthalt:
ambulant oder Tagesklinik
Einschränkungen:
lokale Schwellungen und Bewegungseinschränkungen
Arbeitsfähigkeit:
je nach Lokalisation sofort bis nach 1 Woche
Resultat:
nach Anwachsen der Haut dauerhaft

Die Operation

An einer oder mehreren Körperstellen wird Haut entnommen und auf die zu schliessende Hautlücke verpflanzt. Folgende Methoden stehen zur Verfügung:

Spalthautverpflanzung

Die oberen Hautschichten(Spalthaut) werden transplantiert. Vorteile dieser Methode sind das schnelle Einheilen und die geringe Verfärbung an der Stelle der Hautentnahme. Als Nachteil erweist sich, dass Spalthaut empfindlicher ist als Vollhaut, leichter schrumpft und häufig Farbunterschiede zwischen der verpflanzten und der benachbarten Haut verursacht.

Vollhautverpflanzung

Die gesamte Haut mit allen Schichten wird verwendet. Vollhaut heilt schlechter ein als Spalthaut, weil sie dicker ist und die Gefässe vom Untergrund her nicht immer schnell genug einsprossen, um eine frühzeitige Ernährung der verpflanzten Haut zu gewährleisten. Sie ist aber wesentlich belastungsfähiger und neigt weniger zu Schrumpfung oder Farbunterschieden.
An der Stelle der Hautentnahme verheilt die Wunde entweder spontan oder sie wird durch eine Naht verschlossen, wodurch meist eine strichförmige Narbe entsteht.


Praxis Prof. Dr. med. Beer, Zürich
Schematisches Beispiel einer Transplantatentnahme

Behandlungsmöglichkeiten

Behandlungsgebiete